Anti-Cellulite – Vorbeugen / Lindern?
Cellulite, umgangssprachlich auch „Orangenhaut“ genannt, ist eine Veränderung des Hautbildes, die vor allem an Oberschenkeln, Gesäß und Bauch auftritt. Sie entsteht durch eine ungleichmäßige Verteilung von Fettzellen im Bindegewebe, was zu Dellen und Unebenheiten führt. Cellulite betrifft überwiegend Frauen, da ihr Bindegewebe von Natur aus weicher und dehnbarer ist als das von Männern.
Ursachen von Cellulite:
- Genetische Veranlagung: Die individuelle Bindegewebsstruktur spielt eine große Rolle.
- Hormonelle Einflüsse: Östrogene begünstigen Wassereinlagerungen und eine schwächere Bindegewebsstruktur.
- Lebensstilfaktoren: Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Rauchen können Cellulite verstärken.
- Durchblutungsstörungen: Eine schlechte Mikrozirkulation kann die Entstehung fördern.
Anti-Cellulite-Maßnahmen:
- Gesunde Ernährung:
- Eine ausgewogene Ernährung mit viel Eiweiß, Ballaststoffen und gesunden Fetten unterstützt die Hautstraffung.
- Vermeidung von stark verarbeiteten Lebensmitteln, Zucker und Salz reduziert Wassereinlagerungen.
- Bewegung und Sport:
- Krafttraining (z. B. Kniebeugen, Lunges) hilft, die Muskulatur zu straffen.
- Ausdauersport wie Joggen oder Radfahren fördert die Durchblutung.
- Massagen und Durchblutungsförderung:
- Schröpfmassagen und / Bindegewebsmassagen regen die Durchblutung an und fördern den Abtransport von Schlackestoffen der betroffenen Körperregionen. Mit zusätzlichen Aromaölmassagetechniken kann die Hautstruktur und das Bindegewebe mittelfristig gestrafft werden.
- Ästhetische Behandlungen:
- Kryolipolyse (Fettzellen-Kältebehandlung) kann helfen.
- Radiofrequenz- oder Ultraschall-Therapien straffen das Gewebe.
Frauen sind leider deutlich häufiger von Cellulite betroffen als Männer, was vor allem an biologischen und hormonellen Unterschieden liegt. Hier sind die Hauptgründe:
1. Unterschiede im Bindegewebe
- Frauen: Das Bindegewebe ist lockerer und elastischer, da es sich während Schwangerschaften dehnen muss. Die Kollagenfasern (Stützfasern der Haut) verlaufen parallel zueinander, wodurch sich Fettzellen leichter durchdrücken können – das führt zur typischen „Orangenhaut“.
- Männer: Ihr Bindegewebe ist fester und die Kollagenfasern verlaufen netzartig, was das Durchdrücken der Fettzellen verhindert.
2. Hormonelle Einflüsse
- Östrogen: Dieses weibliche Hormon fördert Wassereinlagerungen und eine schwächere Struktur des Bindegewebes. Es begünstigt zudem die Einlagerung von Fett, insbesondere an Oberschenkeln und Gesäß.
- Testosteron: Bei Männern hemmt dieses Hormon die Fettansammlung und sorgt für eine straffere Haut.
3. Fettverteilung
- Frauen: Speichern Fett bevorzugt an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften – genau dort, wo Cellulite entsteht.
- Männer: Lagern Fett eher am Bauch ein, wo das feste Bindegewebe es besser hält.
4. Hautdicke
- Frauen haben eine dünnere Haut als Männer, sodass Unebenheiten stärker sichtbar werden.